Archäologische Funde zeugen von früher Besiedlung
schon in urgeschichtlicher Zeit. Eine mehr als 40.000 Jahre alte
Flöte im Museum in Cerkno deutet darauf hin, daß hier bereits Neandertaler
gelebt haben.
Zahlreiche Straßen, Festungen und Siedlungen beweisen, daß dieser
Raum in römischer Zeit als Grenzland eine Rolle spielte. Besonders
gut erhalten ist der Fundplatz Ad pirum, auf der uralten Handelsstraße
zwischen Ljubljana und Triest, heute mit einem kleinen römischen
Museum in der Stara Po¹ta (Alte Post).
Tiefe Täler und hohe Berge haben in diesem Eckchen Europas natürliche
Barrieren geschaffen. Hier wechselten im Laufe der Jahrhunderte
mehrfach die Grenzen von Staaten und Nationen und gestalteten die
Geschichte. Die Grenzorte zeigen noch Wehrmauern aus der stürmischen
Zeit der Türkeneinfälle. Damals entstand die Gestalt des sagenhaften
Volkshelden Martin Krpan. Seine Geschichte wurde durch die literarische
Bearbeitung von Fran Levstik im 19. Jahrhundert zu einem nationalen
Mythos.
Zahlreiche Partisanenorte zeugen vom Volksaufstand im 20. Jahrhundert.
In Vojsko befand sich während des Zweiten Weltkriegs eine Partisanendruckerei,
die das einzige oppositionelle Tageblatt im damaligen besetzten
Europa druckte. Diese Landschaft war eine Art Nährboden für die
Entstehung des modernen Sloweniens: hier verfasste Trubar das erste
Buch in slowenischer Sprache; hier entstand die erste slowenische
Realschule; hier entstand die erste slowenische Forstfachschule;
das slowenische Parlament ging hervor aus einer ersten Abgeordnetenversammlung
in diesem Raum.
|