Auf den Spuren des Erbes von der Idrijca bis zur Kolpa
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Wo die Liebe Zuflucht gefunden hat
Turjak - Ra¹ica - Dobrepolje - Mar¹ièi - Nova ©tifta - Ribnica
ZWEITAGESPROGRAMM

Vom Wohnort der Grafen von Auersperg (Turjak) bis zum verborgenen Fridrih¹tajn sind überall die Spuren einer Liebe zu finden, der keinerlei Regeln Einhalt gebieten konnten. Hier liebten hohe Herren einfache Mädchen, hier verschrieben sich Männer des Wortes der Sprache, der Hausierer Urban aus Ribnica war fast europaweit bekannt, doch kehrte er immer wieder heim, in die Nähe von Linden und Wäldern. Ein Tag wird kaum ausreichen, um die Perlen der Vergangenheit von Turjak bis Ribnica kennen zu lernen, der zweite Tag ist mit Sicherheit zu kurz, um die Natur um die Stadt Koèevje zu erkunden.

1. Tag:
Aus Ljubljana fährt man die Landstraße über Lavrica und Pijava Gorica nach Turjak (1), dem mächtigen Renaissanceschloss, Stammsitz der Grafen von Auersperg. Von hier aus zog Andreas von Auersperg 1593 in die siegreiche Schlacht bei Sisak; hier versteckte Hanno von Auersperg seine Liebe, deren in eine rote Schleife eingewickeltes Herz in der nahen Kapelle ruht; hier predigte Jurij Dalmatin, der protestantische Übersetzer der Bibel ins Slowenische, hier versteckte er sich vor Verfolgern.

Ein Paar Kilometer weiter auf der kurvenreichen Landstraße liegt Ra¹ica, der Geburtsort von Primo¾ Trubar, wo an der Stelle des Trubar-Gehöfts (2) eine Mühle und Säge steht (Temkov mlin). Im Erinnerungshaus ist das Leben und Wirken von Trubar, dem Begründer des slowenischen Schrifttums, veranschaulicht.

An Ponikve mit der Florianskirche aus dem 17. Jahrhundert mit barocken Goldaltären vorbei geht es weiter zum breiten Karsttal von Dobrepolje, das nicht nur vom Bach Ra¹ica sondern auch von aus dem Untergrund bei Niederschlägen hervorquellenden Wassermassen überflutet wird. Unter den vielen Höhlen der Gegend ist die Podpe¹ka jama besonders bekannt, von der Johann Weichard Valvasor den ersten Höhlenplan in Slowenien angefertigt hat. In Zdenska vas beginnt an der Antoniuskirche (3) der größte Lindenhain von Slowenien, einst der Schauplatz von Viehmärkten, heute ein attraktiver Ort, wo man im Schatten hundertjähriger Linden ausruhen kann. Das Dorfbild wird von einer Vielzahl erhaltener Doppelharfen geprägt. Heuharfen gibt es auch in vielen anderen Siedlungen der Gemeinde.

Auf der Weiterfahrt nach Ribnica fährt man zum Dorf Mar¹ièi mit der Ulrichskirche (cerkev sv. Urha) (4) aus dem Jahre 1450. Unter den Wandmalereien ist der "Wallfahrer Fuchs" besonders interessant - mit Insignien von Kirchenwürdenträgern ausgestattet bringt der Fuchs in einer Tasche eine gestohlene Gans weg. Von hier geht es weiter nach Nova ©tifta, zur wegen wunderbaren Lichterscheinungen erbauten Kirche Mariä Himmelfahrt (5). Die achteckige Kirche mit ihrer zwanzig Meter hohen Kuppel gilt als einer der wichtigsten slowenischen Wallfahrtsorte.

Der Holzwarenstrauß an der Straße erinnert daran, dass man in Ribnica angekommen ist, das seit dem 14. Jahrhundert im Zeichen von Holzwaren für den täglichen Gebrauch steht. Nach dem Mittagessen in einem der hiesigen Gasthäuser besichtigt man die Stadt. Alles über die Herstellung von Holzwaren erfährt man im Schloß (6), wo auch das zweite lokale Hausgewerbe - die Töpferei * vertreten ist. In der Ortsmitte ist die Pfarrkirche des hl. Stefan sehenswert mit ihrem reich bemalten Inneren, vielen Kunstwerken und den nach Plänen des Architekten Jo¾e Pleènik erneuerten Glockentürmen. Im nahen Mikova hi¹a sind eine Kunstgalerie und die Bibliothek untergebracht. Vor dem mit seinen Anfängen in das 10. Jahrhundert zurückgehenden Schloss gibt es einen Erinnerungspark bedeutender Leute aus Ribnica. In Ribnica hat der größte slowenische Dichter Dr. France Pre¹eren die Schule besucht und ist als vorzüglicher Schüler im goldenen Schulbuch eingetragen. Im nahen Ort Hrovaèa kann man das erneuerte Geburtshaus von Pater Stanislav ©krabec, des größten slowenischen Linguisten des 19. Jahrhunderts, zu besichtigen (7). Man übernachtet in der Umgebung von Ribnica oder Koèevje.

Wo die Liebe Zuflucht gefunden hat
Koèevje - Koèevski gozdovi

2. Tag:
Der Tag beginnt mit einem Streifzug durch die Stadt Koèevje (früher Gottschee) in der Flusskehre der Rin¾a. In ©e¹kov dom ist das Regionalmuseum Koèevje (8) untergebracht. Unter anderem sind dort eine Sammlung von Zeichnungen von Bo¾idar Jakac und "Das verlorene Erbe der Gottscheer Deutschen" zu sehen. Von der Stadt wandert man zu Fuß auf den Berg Stojna. Auf den Anhöhe über der Stadt stand einst die Burg Friedrichstein, in der sich Graf Friedrich von Cilli zusammen mit seiner ihm verbotenen zweiten Frau Veronika von Dessenitz versteckte. Von oben hat man einen wunderbaren Ausblick über das ganze Gottscheer Land.

Nach dem Mittagessen verbringt man den Nachmittag im ehemals gesperrten Teil der Region, in Koèevska Reka. Dort steht der dickste Walnussbaum von ganz Slowenien, mit 434 Zentimetern Brustumfang. Aus der Stadt Koèevje kann man auch nach Koprivnik im Randbereich des mächtigen Rog (Hornwald) fahren. Auf einem Spaziergang durch die unversehte Natur, einer von einem lokalen Führer geführten Wanderung auf gekennzeichneten Wanderwegen durch die Wälder von Koèevsko (9) schöpft man neue Kräfte - für die Heimkehr oder um noch anderen Wegen auf den Spuren des Erbes zu folgen.

Zum angenehmen Tagesausklang gehört noch ein schmackhaftes Abendessen.






ANMERKUNGEN:
(1) Schloss Turjak, Turjak, Velike La¹èe - informationen: Marija Jane¾iè (01/788-11-51, 041/912-812)
(2) Trubar-Hof, Ra¹ica, Velike La¹èe (01/788-10-06); Öffnungszeiten täglich 9 - 18 Uhr, im Winter nach vorheriger Anmeldung
(3) Pfarramt Videm Dobrepolje, Videm NN, Videm (01/780-72-07) oder Jo¾e Zrnec, Zdenska vas 51, Videm (01/780-71-51)
(4) TIC Ribnica, ©krabèev trg 40, Ribnica (01/836-93-35)
(5) Franziskanerkloster, Nova ©tifta 3, Sodra¾ica (01/836-15-91), nach vorheriger Anmeldung
(6) Schloss Ribnica (01/836-11-79) oder TIC Ribnica (01/836-93-35), Öffnungszeiten: Mai bis Oktober 10 - 12 Uhr und 16 - 18 Uhr, im Winter nach vorheriger Anmeldung
(7) Museum Miklova hi¹a (01/836-11-79) oder TIC Ribnica (01/836-93-35)
(8) Regionalmuseum Koèevje, Pre¹ernova 11, Koèevje (01/895-51-14); Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9 - 12 Uhr, mittwochs auch 16 - 18 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen, möglich auch nach Voranmeldung
(9) Fremdeverkehrspromotions- und Entwicklungszentrum der Gemeinde Koèevje, Trg zbora odposlancev 12-18, Koèevje
(01/893-14-60)