Auf den Spuren des Erbes von der Idrijca bis zur Kolpa
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Wo man zu Linden und Heiligen wallfährt
Dobrepolje - Ra¹ica - Mar¹ièi - Nova ©tifta - Lo¹ki Potok - Osilnica
DREITAGESPROGRAMM

Vom für viele Überraschungen guten Dobrepolje bis zu allen Besonderheiten des Tales am Fluss Èabranka reihen sich herausfordernde Naturerscheinungen, grüne Erlebnisse der ehemaligen Weiden, der betörende Duft der vielen Linden und die Wohltaten der heiligen Orte, wo in vergangenen Zeiten Heiligtümer gebaut wurden. Es ist kein Wunder, dass gerade in dieser Gegend die Wiege des slowenischen Wortes gestanden ist, dass gerade hier einige der bekanntesten slowenischen Legenden entstanden sind.

1. Tag:
Aus Ljubljana fährt man die Landstraße über Lavrica und Pijava Gorica bis Ra¹ica mit der Abzweigung für Dobrepolje. Dobrepolje ist ein typisches Karstfeld (Polje), das sich nur bei schwersten Niederschlägen zu einem See verwandelt. Hier gibt es hier viele interessante Karsterscheinungen, am interessantesten ist die Höhle Podpe¹ka jama, aus der bei Hochwasser Wasser hervorquillt. Diese Höhle, von der Johann Weichard Valvasor den ersten Höhlenplan von ganz Slowenien angefertigt hat, funktioniert einmal als Speiloch und dann als Schwindloch. Im nahen Ort Zdenska reber gibt es die Antoniushöhle (Svetoantonska jama), benannt nach der Antoniuskirche (1), in der in unruhigen Zeit die Einwohner Schutz vor Feinden gesucht haben. In Ponikve besichtigt man noch die Florianskirche. In Zdenska vas sind viele Doppelharfen erhalten, die das Dorfbild prägen. Eine Besonderheit von Dobrepolje ist ein Lindenhain, der als größter von Slowenien gilt. Unter den Kronen der hunderjährigen Bäume gab es früher Viehmärkte, die wieder aufleben sollen. Im Frühjahr lädt der Duft der Lindenblüten zu einer Jause in den lokalen Gasthäusern ein.

Aus Dobrepolje geht es zurück nach Ra¹ica, den Geburtsort von Primo¾ Trubar, wo an der Stelle des Trubar-Gehöfts (2) eine Mühle und Säge steht (Temkov mlin) mit einer Erinnerungssammlung von Trubar, des Verfassers des ersten slowenischen Buches. Dieser Hof ist auch eine der Stationen des Kulturwanderwegs, der noch zu den Geburtshäusern von Fran Levstik und Josip Stritar in der Nähe von Velike La¹èe führt. Nach dem Mittagessen in Velike La¹èe geht es weiter in Richtung Ortnek, wo man ins Dorf Mar¹ièi abbiegt. Dort steht die berühmte Ulrichskirche (cerkev sv. Urha) (3) mit Wandmalereien, unter denen der "Wallfahrer Fuchs" besonders interessant ist - mit Insignien von Kirchenwürdenträgern ausgestattet, bringt der Fuchs in einer Tasche eine gestohlene Gans weg. Nach der Besichtigung kehrt man zur Straße nach Sodra¾ica zurück, noch vor Sodra¾ica biegt man dann nach Nova ©tifta ab, zur Kirche Mariä Himmelfahrt (4). Die barocke Wallfahrtskirche erregt Aufsehen mit ihrem achteckigen Grundriss, mit einem Laubengang um die Kirche, einer hohen Kuppel über dem Kirchenschiff und einem Kapellenkranz im Inneren. An der Kirche wächst eine Gruppe von Lindenbäumen, von denen der höchste 25 Meter hoch ist und einen Brustumfang von 815 Zentimeter hat.

In Sodra¾ica biegt man zum trockenen Karsttal Lo¹ki potok ab. Das Zentrum dieses grünen Tals ist die Siedlung Hrib-Lo¹ki potok, die das Tal in zwei Teile teilt. Die Landschaft hier ist ein wundervoller Mosaik aus tiefer liegenden Äckern, höheren Mähweiden, Weiden und Wäldern. Nach Osilnica gelangt man anschließend über Kroatien: aus Lo¹ki Potok fährt man zum Ort Trava und reist am internationalen Grenzübergang Podplanina nach Kroatien ein. Weiter geht es bis Èabar und anschließend in Zamost nahe Osilnica wieder über die Grenze zurück nach Slowenien. Es gibt noch eine andere Möglichkeit: sofort nach der Einreise nach Kroatien biegt man in Podplanina auf die Straße an der Èabranka ein und kommt bei Zamost wieder nach Slowenien zurück. Dann geht es weiter nach Osilnica.

Wo man zu Linden und Heiligen wallfährt
Kostel - Stari trg ob Kolpi - Rosalnice - Stopno - ©entrupert - Vesela gora - Trebnje - Zaplaz

2. Tag:
Am Vormittag besucht man vier der sieben Kirchen im Land von Peter Klepec (5).

An der Èabranka flussaufwärts gelangt man zu den Kirchen in ®urgi und Pape¾i, anschließend besucht man die Kirche von Èaèièi und tritt schließlich in Osilnica in die größte darunter, die Kirche der Heiligen Peter und Paul ein. Wenn es die Zeit noch zulässt, kann man vor dem Mittagessen noch einen Spaziergang durch die wundervolle Natur machen oder auf der Kolpa Wasserfreuden genießen.

Nach dem Mittagessen geht es weiter zur Egidius-Kirche in Ribjek, dann weiter zum hl. Veit (sv. Vid) in Bosljiva Loka und schließlich zur Annenkirche an der Flusswindung der Kolpa. Über dem Dorf Fara besichtigt man noch den Wasserfall Ne¾ica und setzt den Weg in Richtung Kostel fort.

Der Schlosswanderweg führt zum Schloss Kostel (6). Den Rest des Tages kann man bei einer Rast am Fluss Kolpa oder einer der vielen, von der Umgebung angebotenen Freizeitsportmöglichkeiten genießen.

Im Dorf Brsnik schmeckt ein heimisches Abendessen, anschließend geht es weiter am Kolpa-Fluss entlang in Richtung ®aga bzw. Stari Trg, wo man eine Nachtruhe wirklich verdient hat.

3. Tag:
Der Tag beginnt in Stari trg an der Kolpa, wo man die Siedlung und die barokisierte Josefskirche besichtigt. Es geht dann weiter nach Èrnomelj und von dort weiter nach Metlika.

Nur knapp drei Kilometer von Metlika entfernt ist Tri fare v Rosalnicah (7) mit drei gotischen Wallfahrtskirchen aus dem 15. Jahrhundert.

Die Reise geht weiter über das Gorjanci-Gebirge und an Novo mesto vorbei bis ©kocjan, wo die Straße nach Stopno (8) abbiegt. Auf dem alten Wallfahrerfußweg steigt man zur Marienkirche mit Wandmalereien des Janez aus Ljubljana aus dem 15. Jahrhundert auf.

Durch Mokronog gelangt man anschließend nach ©entrupert mit der Rupprechtskirche (9), einer der schönsten gotischen Kirchen von Slowenien.

Aus ©entrupert geht es weiter durchs Tal Mirenska dolina in Richtung Trebnje, allerdings biegt man noch davor zum Vesela gora (10) ab. Hier wurde im 18. Jahrhundert die Wallfahrtskirche des hl. Franziskus Xaverius erbaut, in der man Malerwerke von Fortunat Bergant, Valentin Metzinger und Ivan Tu¹ek bewundern kann.

In Trebnje besichtigt man die spätgotische Marienkirche mit einem Altarbild von Matev¾ Langus. Vor der Kirche steht ein Denkmal des berühmten Missionärs und Bischofs Friderik Baraga, der unter nordamerikanischen Idnianern gewirkt hat. Wenn es die Zeit zulässt, sollte man vom Schloss von Trebnje den Baraga-Wanderweg entlang zum Geburtshaus von Baraga in Kne¾ja vas wandern und über Dobrniè nach Trebnje zurückkehren. Dann geht es weiter nach Èate¾. Man gelangt zur zweitürmigen Marienkirche von Zaplaz (11), einem der berühmten Unterkrainer Wallfahrtsorten. In der Nähe der Kirche gibt es einen Bach, dessen Wasser heilkräftig sein soll - bei Augenleiden. Nach einem anstrengenden Tag gibt es in einem der Gasthäuser der Umgebung den richtigen Tagesausklang.






ANMERKUNGEN:
(1) Pfarramt Videm Dobrepolje, Videm NN, Videm (01/780-72-07); oder Jo¾e Zrnec, Zdenska vas 51, Videm
(01/780-71-51)
(2) Trubar-Hof, Ra¹ica, Velike La¹èe (01/788-10-06); Öffnungszeiten täglich 9 - 18 Uhr, im Winter nach Voranmeldung
(3) TIC Ribnica, ©krabèev trg 40, Ribnica (01/836-93-35)
(4) Franziskanerkloster Nova ©tifta, Nova ©tifta 3, Sodra¾ica (01/836-99-43)
(5) Pfarramt Osilnica, Osilnica 21, Osilnica (01/894-16-30, 031/767-596); nach vorheriger Anmeldung
(6) Fremdenverkehrsbüro Castellum, Fara 25, Vas
(01/894-80-10, 041/754-094); nach vorheriger Anmeldung oder
T©D Kostel, Hrib 6, Vas (01/894-21-75)
(7) Pfarramt Metlika, Mestni trg 14, Metlika (07/305-83-31)
(8) Pfarramt ©kocjan (07/307-70-07); nach vorheriger Anmeldung
(9) Pfarramt ©entrupert, ©entrupert 20, ©entrupert (07/304-00-38); nach vorheriger Anmeldung
(10) Informationen: Peter Kurent (07/343-45-50)
(11) Pfarramt Èate¾-Zaplaz, Èate¾ 17, Velika Loka (07/348-90-14); Die Kirche ist sonntags ganztägig geöffnet, an Wochentagen nach Voranmeldung zusätzliche Informationen Herr Stopar an der Kirche (07/348-90-31)