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Hausierer
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Berühmte Handwerkskunst aus Ribnica
Das Handwerk hat eine Jahrhunderte
lange Tradition und ist eng mit der Natur verbunden,
zumal diese das Grundmaterial liefert: weitreichende
Wälder und reichhaltige Tonvorkommen.
Mit der Herstellung von Holzgegenständen befassten sich
schon die Urbewohner, neue Einflüsse lieferten im 6.
Jh. die Slawen. Im Marktverzeichnis aus dem 14. Jh.
wird erstmals die "Trockenware aus Ribnica"
erwähnt, wie die Holzprodukte genannt werden, die später
von den Ribnicaern in die Welt hinaus getragen wurden.
Als 1492 Kaiser Friedrich III. allen Bauern von Ribnica
die Genehmigung zum freien Handel in der gesamten Monarchie
erteilte, erlebte der Handel mit "Trockenwaren"
einen starken Aufschwung, was Ribnica und die Ribnicaer
"in der ganzen Welt bekannt" machte, wie es
in einem Volkslied heißt. Zum Andenken an die kaiserliche
Genehmigung feiert Ribnica am 23. Oktober den Gemeindefeiertag.
Ribnica ist aber nicht nur für Korbwaren, sondern auch
für Tonwaren berühmt.
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Tonwaren
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Herstellung von Korb- und Tonwaren
Die Hersteller waren einst Bauern, heute sind es Handwerker,
Gewerbetriebe oder Personen mit verschiedenen Berufen,
die sich zusätzlich mit diesem Handwerk beschäftigen.
Das Wissen wird von Generation zu Generation weiter
gegeben. Die Herstellung der Korb- und Tonwaren verlief
bis zum II. Weltkrieg im Haus, dort, wo die Familie
aß, betete und schlief. Erst in den 50' Jahren wurden
Werkstätten errichtet und erst in jüngster Zeit wurden
die Hände durch Maschinen ersetzt.
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Moderne Produkte
Typische
Tonprodukte
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Produkte
Die Korbmacherei teilt man in neun verschiedene Handwerkszweige:
- Rahmenmacherei
- Siebmacherei
- Siebbodenmacherei
- Handschreinerei
- Drechslerei
- Werkzeugmacherei
- Löffelmacherei
- Geschirrmacherei
- Flechterei und
- Hausiererei
Jeder Handwerkszweig ist an ein bestimmtes Haus, an
einen bestimmten Ort oder an eine bestimmte Holzart,
die in der Nähe gedeiht, gebunden.
Von den Anfängen bis heute sind drei Produkte typisch
für Ribnica: Sieb, Löffel und Schaff.
TÖPFEREI - Mit der Töpferei beschäftigten sich die
Menschen im Süden des Ribnica-Tales, wo es Tonvorkommen
gibt. Die Tonwaren wurden in sogenannten "O¾aga"
gebrannt, das waren besondere Holzhütten, in denen Öfen
standen. Die Trocknung der Tonwaren war ein gesellschaftliches
Ereignis und diese ""O¾aga" waren das
wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum des Dorfes.
Das bekannteste Tonprodukt ist ein Spielzeug - ein Pferdchen,
das "mit dem Hintern pfeift".
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Vor der Brennhütte
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Handel
Beim Handeln haben die Ribnicaer ihre Verkaufsfähigkeiten
bis zum Letzten ausgefeilt und gelten als Synonym für
einen gerissenen Verkäufer mit eigenartigem Humor.
Zunächst gingen sie mit der berühmten Rückentrage auf
ihrem Rücken, wo sie ihr ganzes Geschäft aufgeladen
hatten, zu Fuß oder mit dem Wagen von Ort zu Ort hausieren.
Sie waren in österreichischen, deutschen und ungarischen
Ländern unterwegs, im Friaul, Kroatien, Dalmatien, Rumänien
und Bulgarien.
Sie teilten sich untereinander ihre Bezirke auf, wo
sie das ungeschriebene Recht zum Handeln hatten. Damit
schlossen sie illoyale Konkurrenz aus.
Später fuhren die Hausierer mit dem Zug oder vertrauten
ihre Produkte Kommissionären an. Wegen ihrer melodischen
Sprache, ihrem geistreichen und erfinderischen Wesen
wurden sie überall gerne empfangen.
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Hausierer aus Ton
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Das heimische Handwerk in der heutigen
Zeit
Das Handwerk wird in Ribnica an die Zeit und die Marktverhältnisse
im Haushalt und in der Wirtschaft angepasst. Einige
Produkte werden aufgelassen, andere, modernere, kommen
hinzu. Die meisten Produkte sind für den täglichen Gebrauch
bestimmt, andere sind Souvenirs oder Spielsachen. In
letzter Zeit erfreuen sich die Holz- und Tonwaren wieder
größerer Beliebtheit, deren Bedeutung und Schönheit
wird wiederbelebt.
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Markt in Ribnica
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Präsentation und Erhaltung des Erbes
In Ribnica finden mehrere Veranstaltungen statt, auf
denen das Erbe des heimischen Handwerks präsentiert
wird, darunter auch der bekannte "Ribnicaer Markt",
der jeden ersten Sonntag im September stattfindet. Eine
der bedeutendsten Aufgaben des Museums in der Burg Ribnica
ist die Präsentation der Geschichte der Korbmacherei
und Töpferei. Die Korbflechter und Töpfer können auch
in ihren Werkstätten besucht werden, wo man mit der
Produktion der Holz- und Tongegenstände vertraut gemacht
wird.
Einer der Korbflechter, die ihre Werkstätten für Besucher
geöffnet haben, ist der Jakliè in Sajevec. Die Töpferei
kann man sich bei Tone und Jakob Nosan in Prigorica
sowie beim Bojc oder beim Èe¹arek in Dolenja vas ansehen.
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Landkarte des heimischen Handwerks
- Junèje
- Marolèe
- Andol
- ®ukovo
- ®lebiè
- Su¹je
- Bre¾e
- Kot
- Sajevec
- Hrovaèa
- Gorièa vas
- Nem¹ka vas
- Prigorica (Töpferei)
- Dolenja vas (Töpferei)
- Otavice
- Lipovec
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| Herstellung von Spielsachen |
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| Arbeitsplatz eines Korbflechters |
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| Herstellung von Flechtbändern |
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Nähere Informationen zum gesamten Angebot der
Gemeinde Ribnica erhalten Sie beim Tourist-Info-Center Ribnica,
©krabèev trg 23, SLO-1310 Ribnica, Tel. und Fax:00386-1-836 9335,
http://www.ribnica.si,
E-Mail: turizem-ribnica@siol.net,
geöffnet Mon.., Die., Don., Fre., von 8.00 bis 15.00, Mit: von 8.00
bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00, Sam: von 8.00 bis 12.00.
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