Ribnica


Gemeindeamt


Musikschule


Stadt Ribnica

Die Stadt Ribnica ist einer der Orte mit ältester kontinuierlicher Besiedelung im slowenischen Raum. Sie wurde 1220 erstmals urkundlich erwähnt, als die Herren von Turjak in der Stadt herrschten, Mitte des 13. Jhs. erhielten die Ortenburger die Stadt zum Lehn. Schon zu dieser Zeit war Ribnica bedeutender Wirtschafts- und Verwaltungsmittelpunkt sowie Sitz des Landgerichts, 1350 wird es erstmals als Markt erwähnt.
Die Gründung des Archidiakonats von Ribnica (aufgelöst 1787) und der siebenjährigen Lateinschule (um 1400) ist auf die immer größere Bedeutung der Kirche zurückzuführen. in den Jahren 1810-1812 besuchte der größte slowenische Dichter France Pre¹eren diese Schule, woran eine Gedenktafel am ©teklièkova-Haus erinnert.
Von 1415 bis Mitte des 16. Jhs. erlitt Ribnica 27 Türkeneinfälle, die Burg wurde jedoch nicht eingenommen. Um die Folgen der Türkeneinfälle für die Bevölkerung zu lindern, verlieh 1492 Kaiser Friedrich III. allen Untertanen im Landkreis Koèevje das Recht, mit allen Produkten aus der Eigenproduktion zu handeln, was die Entwicklung des Korbwarenhandels ermöglichte.
1619 verkaufte Kaiser Ferdinand II. die Grundherrschaft an das Geschlecht Khisel und diese wiederum an die Grafen von Trillegh. Der Protestantismus nahm in Ribnica eine bedeutende Rolle ein. Ribnica ist auch für Hexenprozesse bekannt, die letzte Hexe wurde 1701 verbrannt.
Auf die Herren von Cobenzel folgte die Familie Rude¾ aus Kobjeglava, die 1810 die Burg gekauft und bis 1937 verwaltet hat, als der Besitz aufgeteilt und die Burg an das Kriegsärar verkauft wurde.
Während des II. Weltkrieges waren in der Burg ein Militärkrankenhaus und Geschäftsräume untergebracht. 1994 wurde die Burg durch einen Brand stark beschädigt und 1948-49 niedergerissen. In den Jahren 1958-1961 wurde das heutige Schloss nach den Plänen des Architekten Ciril Tavèar im Sinne einer Teilrekonstruktion wieder aufgebaut und lockt als Kulturzentrum viele Besucher an.

 


Ribnica


Ribnica


Ribnica

Altstadt von Ribnica

Die Altstadt entwickelte sich aus den natürlichen Gegebenheiten eines Straßendorfes, wobei der Transitweg, die Kirche und die durch den Fluss Bistrica getrennte Burganlage die Voraussetzungen für die Entstehung des Stadtkerns bildeten. So wurde die kulturelle und geschichtliche Entwicklung der Stadt durch die Transitlage, das Bildungs- und Kirchenzentrum im Tal, das heimische Handwerk und durch örtliche Merkmale geprägt.
Der mittelalterliche Stadtkern entstand an der Burg zwischen dem Fluss Bistrica und der Hauptstraße, die heute ©krabèev-Platz heißt. Die verschiedene Bebauung auf beiden Seiten des Platzes ist ebenfalls auf die natürliche Gegebenheiten zurückzuführen.
Die Bistrica, die die rechte Straßenseite häufig überflutete, trennte die Burg von der Siedlung. Dort, wo Brücken über den Fluss führten, entstanden Bebauungsgrenzen. Deshalb ist die rechte Seite im Form von drei Karrees bebaut, das letzte mit einem kleineren, mit einem Brunnen geschmückten Platz vor dem Miklova-Haus, wo Märkte abgehalten wurden.
Die linke Straßenseite ist hingegen völlig anders gestaltet. Hier reihen sich Häuser geschlossen aneinander, den einzigen Durchgang bildet die historisch bedingte Stru¹ka-Straße, über die heute der Weg nach Sv. Ana führt. Jedes Haus, größtenteils unterkellert, verfügte an der Rückseite, auf dem mit einer kleineren Mauer begrenzten länglichen Grundstück, über ein Wirtschaftsgebäude. Im Laufe der Zeit änderten sich Größe, Ansicht und Widmung der Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude. Historische Ereignisse und Katastrophen beeinflussten die Entwicklung der Altstadt. Schon Valvasor berichtet, dass zwei heftige Feinde aus der Vergangenheit tief in Erinnerung sitzen - die Türken und das Feuer. Der gesamte Platz brannte 1415 nieder, die Hälfte davon noch einmal in 1445. Jedoch, wie Valvasor schreibt "erhob er sich schöner aus der Asche als zuvor und ist jetzt in gutem Zustand, vor allem seit er drei Märkte im Jahr hat".

 


Stefanskirche

Pfarrkirche Hl. Stefan

Die Anfänge einer der ältesten Kirchen in der Region Dolenjska reichen in den Beginn des 11. Jhs., als sie von den Patriarchen von Aquileja errichtet wurde. Die heutige Kirche, die in den Jahren 1866-1868 erbaut wurde, hatte mehrere Vorgängerinnen, die letzte brannte 1778 nieder. Die mächtige Kirche mit den typischen "Ribnicaer Kronen", stellt mit ihrem ganzheitlichen Innenraum und mit der ornamentalen, farbenprächtigen Bemalung ein ausgezeichnetes Beispiel des Historizismus in der slowenischen Kirchenkunst dar. Die Bemalung des Presbyteriums aus 1880 stammt von J. Wolf und die des Schiffes aus 1890 von Matija Ko¾elj. Die Altäre entstanden in der Steinmetzwerkstatt von Iganzius Toman (1871-73), die Statuen sind das Werk von F. K. Zajec. Bedeutende Bilder: Hl. Johannes der Evangelist von J. Wolf, 1873; Hl. Papst Stefan von I. Grohar, 1990. Während des II. Weltkrieges wurden die Spitzen der Glockentürme vernichtet und in den Jahren 1958-1960 nach den Plänen des Architekten Jo¾e Pleènik als Kathedralabschlüsse ersetzt.

 


Burg Ribnica

Burg Ribnica

Die Burg Ribnica soll schon im 11. Jh. entstanden sein und wird 1263 erstmals urkundlich erwähnt. In ihrer mehrere Jahrhunderte langen Geschichte wechselten sich Burgherren ab, die der Burg neue Formen und Bedeutungen verliehen. Es handelt sich um eine reguläre Anlage mit zwei Palassen und einem Burghof mit Wasserbrunnen. In der Renaissance war die Burg mit Verteidigungstürmen und einem Wassergraben umgeben. Valvasor erwähnt auch eine Kapelle des Hl. Johannes des Täufers aus dem 15. Jh. Fotografien aus der Zeit vor dem II. Weltkrieg und Aufzeichnungen belegen, dass die Burg mit der Vorburg zur Zeit der Familie Rude¾ eine mächtige Burganlage war.
Die heutige Burganlage, die nach den Plänen des Architekten Ciril Tavèar in den Jahren 1958-61 errichtet wurde, ist ein Kulturzentrum mit Museum und Galerie. In Zukunft soll die Anlage mit dem Bereich der Vorburg funktionell verbunden sein. Im Schlosspark befindet sich der Park der Kulturschaffenden zum Andenken an für die slowenische Kultur und Geschichte bedeutende Personen.

 

 

 

 

 


Galerie im
Miklova-Haus

 

 

 

 

 


Onièeva-Haus

Berühmte Gebäude in Ribnica

Ribnica ist bekannt für Gebäude, die noch heute ihr ursprüngliches Bild und den Namen der ehemaligen Hausbesitzer bewahrt haben, obwohl Besitzer oder Widmung gewechselt haben. Dadurch ist auch die gesamte reichhaltige Geschichte der Stadt erhalten geblieben.

Miklova-Haus

In der zweiten Hälfte des 19. und am Anfang des 20. Jhs. war das Miklova-Haus Sammelpunkt der Bürger als Kulturverein, Gasthaus und Bäckerei. Seit der Sanierung in den 80' Jahren ist das Miklova-Haus der Kultur gewidmet. Es beherbergt eine Galerie, eine Bibliothek und ein Museum.

©teklièkova-Haus

Die ehemalige Schule ist bekannt vor allem aus Zeiten, als sie der größte slowenische Dichter France Pre¹eren (Anfang des 19. Jhs.) besucht hat. Ansonsten hatte die Schule schon im 15. Jh. einen guten Ruf weit über die regionalen Grenzen. Schüler kamen auch aus dem damaligen Unterkrain (Kranjska) und aus deutschen Ländern.

Johanova-Haus

Das Johanova-Haus ist eines der ältesten Gebäude auf dem Platz, das durch seine Lage ein den Anfang der Altstadtbebauung bildet. Seit der 1991 erfolgten Restaurierung ist das Johanova-Haus ein Wohn- und Geschäftsgebäude.

Onièeva-Haus

Auf älteren Fundamenten eines Gebäudes, das einen typischen Abschluss der Altstadt bildete, wurde 1882 das architektonisch interessante Haus des bekannten Großgrundbesitzers Janez Rus errichtet. Darin waren ein Gasthaus und ein Verkaufsladen untergebracht. Seit der Restaurierung in 1990 ist es ein Geschäftsgebäude.

 


Stadtplan der Altstadt von Ribnice:

  1. Burg Ribnica
  2. Park der Kulturschaffenden
  3. Stefanskirche
  4. Miklova-Haus
  5. ©teklièkova-Haus
  6. Bahnhof


Altstadt

Ribnica zur Zeit Valvasors

Stefanskirche

Burg Ribnica

Miklova-Haus

Johanova-Haus

Nähere Informationen zum gesamten Angebot der Gemeinde Ribnica erhalten Sie beim Tourist-Info-Center Ribnica, ©krabèev trg 23, SLO-1310 Ribnica, Tel. und Fax:00386-1-836 9335, http://www.ribnica.si, E-Mail: turizem-ribnica@siol.net, geöffnet Mon.., Die., Don., Fre., von 8.00 bis 15.00, Mit: von 8.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00, Sam: von 8.00 bis 12.00.