Auf den Spuren der Erbschaft durch Dolenjska und Bela krajina in Slowenien
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AUF DER SUCHE NACH DER SCHÖNHEIT VON FLUSSQUELLEN
Krka - Mirna Peè - Kostanjevica na Krki - Novo mesto
ZWEITAGESPROGRAMM

Wo Unterkrainer und Weißkrainer Flüsse an den Tag quellen, ist die Welt geheimnisvoll, gehüllt in grüne Überraschungen der Landschaft, mit zahlreichen volkskundlichen Besonderheiten, mit dem Widerhall von Schritten, die Städtchen an Flusskehren und Inseln erkunden. Von der Ruhe des Flusses Krka bis zu den Schönheiten der Lahinja, von den Fluss-Schwinden der Temenica bis zur mächtigen Speiquelle der Krupa gibt es eine ganze Reihe von Erlebnissen von Trichtertälern und Höhlen, von Folklore und Kunst, von kulinarischem Reichtum bis zur Inspiration durch die urwüchsige Natur.

1. Tag:
Der Weg entlang der Flüsse, die das Leben von Dolenjska - Unterkrain und Bela Krajina - Weißkrain prägen, beginnt im Dorf Krka. Von der Autobahn Ljubljana - Novo mesto fährt man bei der Ausfahrt Ivanèna gorica ab und kommt in Richtung ®u¾emberk nach Muljava mit dem Elternhaus des Schriftstellers Josip Jurèiè, wo es ein attraktives Freilichtmuseum mit einem schönen natürlichen Amphitheater gibt. Besichtigungswert ist auch die Kirche Mariä Himmelfahrt. In Muljava oder Krka sollte man sich eine Jause leisten. Von Muljava weiter ist die Abzweigung für das Dorf Krka nicht weit. Dort geht man vom Parkplatz zu Fuß zur noch nicht vollständig erforschten Höhle Kr¹ka jama, in der der Fluss Krka entspringt. Die Höhle, die einst bei den Türkeneinfällen als Zuflucht genutzt wurde, ist nur bei niederigem Wasserstand zugänglich, bei Hochwasser kann man nicht hinein. Dort erlebt man die Geburt des Flusses, der später auf seinem Weg einmalige Tuffkatarakte schafft und ohne den man sich die Veduten von Unterkrain überhaupt nicht vorstellen kann. Anschließend kehrt man bis zu Ivanèna gorica zurück, um den Weg durch Trebnje in Richtung Novo mesto fortzusetzen.
Unterwegs nach Mirna Peè begleitet den Reisenden der unter dem Dorf Javorje südlich von Litija entspringende Fluss Temenica, der plötzlich versickert, um in der malerischen Quelle Zijalo bei der Siedlung Vrhpeè wieder an den Tag zu treten. Der Fluss begleitet uns weiter an Mirna Peè vorbei, um in der Nähe wieder im geheimnisvollen Karstuntergrund zu verschwinden. Nach dem Abschied von der Temenica kehrt man wieder zur Krka zurück, nach einigen Kilometern fließt auch die Temenica in die Krka. An Novo mesto vorbei kommt man nach Kostanjevica ob Krki, eine der kleinsten und ältesten slowenischen Städte auf einer Flussinsel. Hier ist die Galerie Galerija Bo¾idarja Jakca (1) im Schloss, einem ehemaligen Zistenzienserkloster, zu besichtigen, an dem auch die berühmte Forma viva zu sehen ist. Nach einem Streifzug durch die Stadt und einem Mittagessen sollte man noch die Höhle Kostanjevi¹ka jama (2) mit einem wundervoll versinterten Tropfsteinsaal besichtigen, zu dem ein beleuchteter Weg führt.
Die Reise geht weiter nach Novo mesto, wo man übernachtet. Zunächst steht jedoch ein Spaziergang durch die Stadt auf dem Programm mit einer Besichtigung des Hauptplatzes und des Kapitelbergs mit der Nikolauskirche, dann kann man sich wohl ein leckeres Abendessen gönnen.

AUF DER SUCHE NACH DER SCHÖNHEIT VON FLUSSQUELLEN
Krupa - Ro¾anec - Èrnomelj - Landschaftspark Lahinja

2. Tag:
Vor dem Abreise aus Novo mesto muss man noch das Regionalmuseum Dolenjski muzej (3) mit seiner reichen archäologischen und volkskundlichen Sammlung, aber auch Gegenständen aus der neueren Geschichte, und die Galerie der Werke von Bo¾idar Jakac besuchen. Anschließend geht es über das Gorjanci- Gebirge nach Bela Krajina. Von Metlika oder von Semiè aus gelangt man ins Dorf Krupa, unter dem die stärkste weißkrainische Speiquelle - eine Karstquelle unter einer überhängenden Felswand - zu sehen ist. Das ist die Quelle des Flusses Krupa. Nach einem Imbiss geht es weiter in Richtung Ro¾anc, wo im Wald unter der Georgskirche ein antikes Mithräum verborgen liegt. Die Umgebung dieses Heiligtums des unbesiegbaren Gottes Mithra - so heißt es auf der Inschrift aus dem 3. Jahrhundert - ist wie geschaffen für Spaziergänge.
Danach geht es in das nahe Èrnomelj über dem Zusammenfluss der Flüsse Doblièica und Lahinja zurück. In der Stadt ist ein Spaziergang angesagt, am Schloss, der ehemaligen Kommende des deutschen Ritterordens, an der Peterskirche und der kleineren Kirche des Hl. Geistes vorbei. Im Schloss ist eine Museumssammlung und die Sammlung der Werke des Malers und Grafikers Bo¾idar Jakac zu sehen. Im Pastoralzentrum am Pfarrhof (4) sind archäologische Fünde zu besichtigen. das Mittagessen kann man in einer der Wirtschaften in der Umgebung einnehmen.
Der Weg führt weiter in Richtung Vinica zum Landschaftspark Lahinja, wegen der Vielzahl der für den Flachkarst typischen Karsterscheinungen ein bewerkenswerter Angelpunkt des Natur- und Kulturerbes von Bela Krajina. Im Dorf Veliki Nerajec, in dem es auch das Park-Informationszentrum gibt, kann man volkskundliche Besonderheiten kennenlernen, um anschließend nach Pusti Gradec zu fahren. Hier gibt es archäologische Zufallsfunde zu sehen, eine Mühle und Gattersäge. Auf einem kleinen Flussmäander auch noch die Kirche Aller Heiligen, an der sich der Maurer einfach mit dem Abdruck seiner Hand verewigt hat und die mit einer Legende über die Kirchenglocke noch die Phantasie anregt.
Heimwärts geht es dann an Èrnomelj vorbei in Richtung Koèevski Rog - Hornwald oder in Richtung Dolenjske Toplice. Zum schönen Tagesabschluss soll man sich noch ein gutes Abendessen leisten. Nach Wunsch kann diese zwetägige Reise auch zu richtigen Ferien erweitert werden, um das Kultur- und Naturerbe und die Kulinarik der touristischen Bauernhöfe und Gasthöfe von Unterkrain und Weißkrain zu erforschen.





ANMERKUNGEN:
(1) Galerija Bo¾idarja Jakca, Grajska cesta 45, Kostanjevica na Krki (07/498-70-08), Öffnungszeiten täglich 9-18 Uhr, montags geschlossen
(2) Höhlenforscherverein, Jamarsko dru¹tvo Kostanjevica (041/297-001), von April bis Oktober Höhlenbesichtigung, samstags, sonntags und feiertags jede gerade Stunden von 10 bis 18 Uhr, im Juli und August ist die Besichtigung täglich von 10 bis 18 Uhr möglich, Gruppen (mindesten 20 Personen) nach vorheriger Anmeldung
(3) Regionalmuseum Dolenjski muzej, Muzejska 7, Novo mesto (07/373-11-30), Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 8-16 Uhr (im Sommer 8-17 Uhr), samstags 9-13 Uhr (im Sommer 10-17 Uhr), sonntags 9-12 Uhr (im Sommer 10-13 Uhr), montags geschlossenn
(4) Pastoralzentrum beim Pfarramt, Pastoralni center, ®upnijski urad, Ulica Mirana Jarca 5, Èrnomelj (07/305-18-24), geöffnet nach Vereinbarung