DURCH DAS LAND DES CVIÈEK-WEINES (EDELZWICKER)
Mirna Peè - Novo mesto - Otoèec |
"... Wo es keinen Wein gibt, soll es angeblich
keine Freude geben. So kann sich Unterkrain wohl als glücklich
betrachten, mehr als andere Länder, wo es keine Reben gibt,
denn an Weinbauern fehlt es nicht..." kann man bei J.W.
Valvasor schon 1689 in seinem berühmten Buch "Die Ehre
des Herzogthums Krain" lesen. Wein ist nicht nur ein
Getränk, er verkörpert etwas Besonderes und Kostbares. Der
Wein ist eine einmalige Schöpfung von Natur und Menschen und
in so schönen Orten kann das auch der Reisende begreifen.
Freundliche Einheimische bieten gerne ein Gläschen des vorzüglichen
"Cvièek" an. Um ihn zu beschreiben, würde man ein
Fass voll erlesene Worte brauchen. Also ist es wohl am besten,
dass ihn jeder selbst kostet ...
1. Tag:
Man verläßt die Autobahn bzw. Schnellstraße Ljubljana - Novo
mesto bei Trebnje und folgt Wegweisern für Mirna Peè. Den
Weg dorthin legt man in der Begleitung des unter dem Dorf
Javorje südlich von Litija hervorquellenden Flusses Temenica
zurück. Unterwegs versickert der Fluss und tritt bei der Siedlung
Vrhpeè in der malerischen Quelle Zijalo wieder an den Tag.
Der Fluss begleitet unsere Route an Mirna peè vorbei,
um in der Nähe wieder in den Untergrund zu verschwinden und
noch einmal in Luknja an den Tag zu treten. Nach dem Abschied
von der Temenica geht die Fahrt nach Novo mesto.
Der Spaziergang durch Novo mesto soll am besten auf dem Neuen
Platz vor dem Hotel Krka beginnen. Der Weg führt an der Studienbibliothek
vorbei bis zum zentralen und sehr repräsentativen Hauptplatz
- Glavni trg. Nur einige zehn Meter entfernt steht das
Franziskanerkloster mit der Leonhardkirche - Sv. Lenart.
Hier gibt es eine reiche Bibliothek mit vielen Inkunabeln
und Gemälden des Barockmalers V. Metzinger zu sehen. Der Spaziergang
geht weiter durch den berühmten Stadtteil Breg, den
malerischsten Teil der Altstadt. Zu besichtigen ist noch das
Regionalmuseum Dolenjski muzej (1) mit seinen ständigen
Sammlungen (neuere Geschichte, Volkskunde, Kulturgeschichte,
Archäologie, Werke von Bo¾idar Jakac ...) Die archäologische
Sammlung, in welcher die Zeit von der jüngeren Steinzeit bis
zur Spätantike vertreten ist, gehört zu den bedeutendsten
von Slowenien, es gibt aber auch einige Ausstellungsstücke
von europäischer Bedeutung.
Zu besichtigen ist dann noch die Kapitelkirche des hl.
Nikolaus mit einem Altarbild des venezianischen Maisters
Tintoretto. In der Probstei gibt es die Galerie der Bildnisse
der Pröbste, eine Bibliothek und eine Multivisionspräsentation
zu sehen.
Nach dem Mittagessen fährt man bis Bajnof und steigt dann
zu Fuss, an Weinkellern vorbei, zum Gipfel des Tr¹ka gora
(429 m), einem beliebten Ausflugspunkt. An der im Jahre 1620
errichteten beliebten Marienwallfahrtskirche wachsen vier
einige hundert Jahre alte Linden. Von hier hat man eine wunderbare
Aussicht auf das Gebirge Gorjanci, auf einen großen Teil des
Hornwaldes (Koèevski Rog) und den ganzen Talkessel von Novo
mesto. Beim Abstieg sollte man bei einem Weinkeller einkehren,
den Cvièek kosten und sich einen Imbiss leisten.
Anschließend geht es in den Kurort ©marje¹ke Toplice. Dort
kann man die schöne Natur genießen und die Vielzahl der Sportanlagen
nutzen (Schwimmbäder, Sportplätze, Spazierwege). In der Nähe
besichtigt man natürlich noch die natürliche Thermalquelle
in Klevev¾.
Nur einige Kilometer von ©marje¹ke Toplice entfernt, die Krka
aufwärts, steht das Schloss Otoèec (2), das einzige
erhaltene Inselschloss von Slowenien, das heute als komfortables
Hotel eingerichtet ist. Hier kann man im schönen Park spazieren
gehen.
Den Tag sollte man bei einem der viele Gastwirte der Umgebung
abschließen.
DURCH DAS LAND
DES CVIÈEK-WEINES (EDELZWICKER)
Pleterje - Kostanjevica na Krki -
Stopno - ©entrupert - Vesela Gora - Trebnje |
2. Tag:
Am zweiten Tag bricht man von Novo mesto in Richtung ©entjernej
auf und folgt den Wegweisern für die im 15. Jh. vom Grafen
Hermann II von Cilli gegründete Kartause Pleterje (3).
Nach der Besichtigung der gotischen Kirche der Hl. Dreifaltigkeit,
dem ältesten Klosterteil, tritt man in die alte Sakristei
ein, in der es eine Multivisionspräsentation des Klosters
und des Klosterlebens der Mönche zu sehen gibt.
Im Klostershop gibt es verschiedene landwirtschaftliche und
andere Erzeugnisse der Mönche zu kaufen. Anschließend lockt
der Naturlehrpfad Pleterska pot: der 4 km lange Wanderweg
führt durch den Wald an mächtigen Eichen (die höchste hat
32 m) und einem stillgelegten Steinbruch vorbei zwischen die
Weinberge von Pleterski hrib und zurück zum Frelichtmuseum
der Volksbaukunst (4), in dem die Volksbaukunst des 19. Jahrhunderts
präsentiert wird.
Nach den schönen Stunden ist es Zeit für ein heimisches Mittagessen.
Anschließend geht es nach Kostanjevica na Krki. Die
märchenhaft inmitten des Krka-Flusses platzierte Stadt hat
einen interessanten alten Stadtkern mit der Jakobskirche aus
dem 13. Jh. und dem Lamut-Salon im ehemaligen Pfarrhof. Auch
in Kostanjevica gab es einst ein Zisterzienserkloster, das
im 13. Jh. von Bernhard von Spanheim gegründet worden ist.
Im gegen Ende des 18. Jahrhunderts aufgelösten Kloster ist
heute die Galerie Bo¾idar Jakac (5) mit reichen Sammlungen
zeitgenössischer slowenischer Künstler und einer Sammlung
alter Meister aus der Kartause Pleterje untergebracht.
Am ehemaligen Kloster mit dem größten Arkadenhof von ganz
Mitteleuropa ist noch die Forma viva - eine ständige Ausstellung
von Holzskulpturen im Freien zu sehen, die als eine der schönsten
Sammlungen von modernen Holzplastiken in Südosteuropa gilt.
Aus Kostanjevica geht es dann in Richtung ©kocjan, wo die
Straße nach Stopno abzweigt. Auf dem alten Wallfahrerweg
steigt man zur Marienkirche (6) mit Wandmalereien von
Janez von Ljubljana aus dem 15. Jahrhundert auf.
Durch Mokronog kommt man nach ©entrupert mit der Kirche
des hl. Rupprecht (7), einer der schönsten gotischen Kirchen
von Slowenien.
Aus ©entrupert geht es dann weiter in das Tal Mirenska dolina
und weiter in Richtung Trebnje, noch davor folgt man der Abzweigung
zum Vesela Gora (8). Hier wurde im 18. Jh. die Wallfahrtskirche
des hl. Franziskus Xaverius erbaut, in der man die Malereien
von Fortunat Bergant, Valentin Metzinger und Ivan Tu¹ek bewundern
kann. Im Dorf wird die Überlieferung der Vieh- und Krämermärkte
erhalten, sehenswert ist auch das Museum von Bauernwerkzeugen.
Die Reise geht weiter nach Trebnje, wo es viele Weinberge
mit einer Vielzahl von Weinkellern gibt. Angebaut wird hier
die Weinsorte "Cvièek" (Edelzwicker). Hier kann
man die Galerie der naiven Kunst Galerija likovnih samorastnikov
(9) und die nahe spätgotische Marienkirche mit einem Altarbild
von Matev¾ Langus besichtigten. Vor der Kirche erinnert ein
Denkmal an den berühmten Missionär und Bischof Friderik Baraga,
der unter nordamerikanischen Indianern wirkte. Wenn noch genügend
Zeit bleibt, sollte man sich vom Schloss von Trebnje auf dem
Baraga-Wanderweg zum Geburtshaus des Missionärs in Kne¾ja
vas begeben und durch Dobrniè nach Trebnje zurückkehren. Der
anstrengende Tag klingt dann in einem der Gashäuser der Umgebung
aus.
Sind noch Wünsche offen?
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| ANMERKUNGEN: |
| (1) |
Regionalmuseum Dolenjski muzej,
Muzejska 7, Novo mesto (07/373-11-30), Öffnungszeiten:
dienstags bis freitags 8-16 Uhr (im Sommer 8-17
Uhr), samstags 9-13 Uhr (im Sommer 10-17 Uhr), sonntags
9-12 Uhr (im Sommer 10-13 Uhr), montags geschlossenn |
| (2) |
Schloss Grad Otoèec, Grajska cesta
1, Otoèec (07/307-56-99) |
| (3) |
Kartause Pleterje, Drèa 1, ©entjernej
(07/308-12-25), Öffnungszeiten täglich 8-18 Uhr,
im Winter 8-17 Uhr, Multivision täglich um 17 Uhr
(mindestens 5 Besucher) |
| (4) |
Freilichtmuseum Muzej na prostem
Pleterje, Drèa 1, ©entjernej (07/337-76-80), Öffnungszeiten
täglich 9-18 Uhr, im Winter 10-17 Uhr |
| (5) |
Galerija Bo¾idarja Jakca, Grajska
cesta 45, Kostanjevica na Krki (07/498-70-08), Öffnungszeiten
täglich 9-18 Uhr, montags geschlossen |
| (6) |
Pfarramt ®upnijski urad ©kocjan
(07/307-70-07), nach vorheriger Anmeldung |
| (7) |
Pfarramt ®upnijski urad ©entrupert,
©entrupert 20, ©entrupert (07/304-00-38), nach vorheriger
Anmeldung |
| (8) |
Informationen Peter Kurent (07/343-45-50) |
| (9) |
Galerie der naiven Künstler, Galerija
likovnih samorastnikov, Baragov trg 7, Trebnje (07/304-45-58),
Öffnungszeiten Montag bis Freitag 14-16 Uhr, nach
vorheriger Anmeldung |
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